
| Schwabenkinder – Kinder armer Bergbauernfamilien aus Vorarlberg, Tirol, Südtirol und der Schweiz | 1 2 |
Das crossmediale Vermittlungskonzept zum Thema "Schwabenkinder" baut im Wesentlichen auf zwei Grundideen auf:
1. Personalisierung des Ausstellungsbesuchers („The Visiter is the Media“): Durch eine digitale Codierung der Eintrittskarte wird jeder Besucher zum Schwabenkind mit eigener Biografie (Personalisierung). Aus einem Pool von insgesamt ca. 36 Biografien wird dem Ausstellungsbesucher mittels Magnetstreifen oder Barcode im Zufallsprinzip eine Biografie zugeordnet und in den Stationen der Ausstellung vermittelt. D.h. es geht um das Nacherleben der Erfahrungen eines Kindes, das in einem bestimmten Jahrhundert, mit bestimmtem Alter, Geschlecht und körperlicher Konstitution ein Jahr im Schwabenland erlebt. Der Besucher selbst wird somit zum zentralen Element der Ausstellung. Im Austausch seiner exemplarischen Erfahrungen und in der Interaktion mit anderen Besuchern (Familie, Schulklasse, Reisegefährten etc.) erschließt sich ihm ein umfassendes Bild der Thematik. Diese Weise der Informationsvermittlung wird einem kritischen Verständnis von Historie gerecht: Geschichte besteht aus Einzelgeschichten! Damit wird eine differenzierte Darstellung des Themas ermöglicht.
2. Vernetzung von Wanderweg und Dauerausstellung in Wolfegg: Wanderer auf den Wegen der Schwabenkinder können mittels Handy einer fortgesetzten Erzählung der Erlebnisse von Schwabenkindern folgen und an festgelegten Punkten Fotos an das Museum senden, die dann in einer monumentalen Fotowand zur Ausstellung kommen („Visiter generated Content“). So soll auf den Wanderungen Interesse auf einen Besuch im Bauernhausmuseum Wolfegg geweckt werden und im Museum das Wandern auf den Schwabenwegen schmackhaft gemacht werden.
Die Ausgangsidee für dieses Konzept wurde im Rahmen eines Seminars Didaktisches Design an der Dualen Hochschule Ravensburg entwickelt. Das Grobkonzept der Studierenden Tobias Tiefert und Felix Küster (Kurs WM05) wird nun unter der Leitung von Herbert Moser zu einem crossmedialen Vermittlungskonzept ausgebaut.
Projektpartner: Tobias Tiefert, Felix Küster