Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt – Dauerausstellung zum 1. Weltkrieg, 1999 - 2000

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Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt – Dauerausstellung zum 1. Weltkrieg, 1999 - 2000

Aus Pietätsgründen - angesichts von Millionen von Opfern des Krieges auf beiden Seiten - wurde auf eine „spektakuläre“ Inszenierung der Thematik verzichtet. Authentische Exponate wie ein von der Wucht des Einschlags zertrümmerter Stahlhelm oder eine Granate eines Eisenbahngeschützes stehen in Wechselwirkung mit der multimedialen Informationsvermittlung auf Touchscreens, Monitoren und in Projektionen. Vertiefende Informationen und Hintergründe des Krieges wie Heimatfront, Frontalltag und Kriegsverlauf werden auf drei Terminals vermittelt, die in den Stahlkubus eingelassen sind.

Da der 1. Weltkrieg als erster Krieg unzensierte Filmberichterstattungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte, sind auf den Terminals vorwiegend interaktive Videosequenzen im Vollbildmodus zu sehen. Die Filmbeiträge machen die Dimension und den Schrecken des Krieges auf eindrucksvolle Weise emotional erfahrbar. Zur Erklärung der Ereignisse und zum Verständnis der emotionalen Situation der Soldaten, sind zwischen die Filmsequenzen erklärende Texte und Feldpostbriefe eingewoben. Die Gestaltung orientiert sich dabei an den Stummfilmen jener Zeit.

Ein Videokreuz als Teil eines damaligen Feldaltars zeigt die Euphorie im Vorfeld des Krieges. Marschieren, Paradieren und Hofieren werden in ein teppichartiges Bewegungsmosaik eingewoben, welches die Dramaturgie der Mobilmachung und deren industriellen Hintergründe visuell erfahrbar macht.

Die mediale Ausgestaltung des Museums entstand in Kooperation mit dem Architekturbüro von Jacobs, Stuttgart (www.vonjacobs.de).

 

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